Rezension: "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen"

Buch:

Titel: Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen
Autorin: Sarah J. Maas
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Erschienen: 10.02.2017
Seitenzahl: 480
Preis: 18,95 Euro
Reihe: 1. Band


Inhalt:
Feyre kämpft Tag für Tag um ihr Überleben und das ihrer Familie. Den in ihrer Welt haben die Menschen fast nichts, welche an das sagenumwobene Fae-Reich grenzen. Vor 500 Jahren wurde eine Mauer errichtet, die die Welt der Fae von den Menschen trennt. Doch als Feyre einen von ihnen im Wald trifft und tötet, muss sie eine Schuld abzahlen „Ein Leben für ein Leben“. Der Highfae Tamlin zwingt sie bei sich am Frühlingshof zu leben, doch auf diesem lastet ein Fluch den nur Feyre brechen kann.
Bald schon muss sie um ihre Liebe kämpfen. Sollte sie verlieren könnte dies den Untergang der gesamten Welt bedeuten.


Meinung:
Nachdem die Geschichte eher gediegen und sehr langsam anfing konnte ich den Hype um dieses Buch noch nicht ganz verstehen, aber schon nach geraumer Zeit hielt mich die Geschichte gefangen und ich war ihrem Zauber ganz und gar erlegen.

Als Grundmodel für dieses Buch diente die Geschichte um „Die Schöne und das Biest“. Allerdings nur in groben Zügen, denn die Geschichte spielt in einem Land von Fae und Menschen, welche seit Jahrhunderten abgeschottet voneinander leben. Aber die Ähnlichkeit, dass ein Mädchen gezwungen wird am Hof eines „Ungeheuers“ in dem Fall Fae zu leben ist eine Parallele. Ebenso das ein Fluch auf dieser Welt lastet, welche nur Feyre in der Lage ist zu brechen und das natürlich durch den Zauber der Liebe. Es ist eine wunderbare Idee, die Strukturen dieser wunderbaren Story aufzunehmen und daraus etwas völlig neues und faszinierendes zu kreieren.

Die Bildung der Welt ist sehr interessant gestaltet und auch sehr gut und leicht verständlich erklärt. Es lässt sich sehr schnell erfassen um was es geht und worin das Problem besteht. Im Vergleich zu manch anderen Fantasy-Büchern ist die Welt sehr verständlich beschrieben und man findet sich sehr schnell zurecht. Auch dank der Karte zu Beginn. Auch die Umgebungserklärung ist wundervoll ausgearbeitet. Ich konnte mir im Kopf sehr gut Bilder davon machen.

Die Idee mit den verschiedenen Reichen und Höfen, nach Jahreszeiten geteilt und Tageszeiten geteilt ist einfach grandios. Die Fae werden quasi als Götter dieser Welt dargestellt und sind für den Klimatischen Wandel in der Menschenwelt verantwortlich. Das ist wirklich eine faszinierende und schöne Idee. Ich bin auf die anderen Höfe schon sehr gespannt.

Die Geschichte wird aus Feyre ´s Sicht erzählt und wechselt nicht. Dies ist ein Unterschied zu der anderen Buchreihe von Sarah J. Maas. Ich finde dies aber keineswegs langweilig. Im Gegenteil, es ist schön die Reise einer Figur mit zu erleben von Beginn bis zum Ende, ihre Gedankengänge, Gefühle und Ängste. Somit kann man sich wirklich optimal in die Protagonistin hineinversetzen und dies ist mir hier sehr gut gelungen.

Die anderen Charaktere sind alle wirklich sehr liebevoll gestaltet. Es gibt eigentlich niemanden, den ich so gar nicht leiden kann, außer natürlich die Antagonistin Amarantha, aber die muss man natürlich hassen. Sie ist Durchtriebenheit und Grausamkeit in Perfektion.

Feyre mag ich als Protagonistin sehr. Sie ist ein starkes Mädchen, dass die Last trägt ihre Familie am Leben zu halten. Dabei wird sie aber nicht als übertrieben stark und unerschütterlich dargestellt. Denn sie hat einige Schwächen und das macht sie sehr menschlich und sympathisch.

Tamlin mag ich ebenfalls sehr gerne. Er ist unheimlich mächtig, wenn auch nicht zu beginn, denn immerhin ist er ein Highlord. Jedoch ist er ein sehr gütiger und guter Fae, was ihn von anderen seiner Art unterscheidet.

Bei Lucien hatte ich am Anfang noch die Befürchtung, dass wir hier auf eine Dreiecksbeziehung zusteuern. Dies war zum Glück nicht der Fall. Ich mag ihn total gerne, er bringt Witz in die Geschichte und ist Feyre ein treuer Freund.

Und dann noch Rhys. Nach seinem ersten Auftreten war schon klar um wen es sich handelt und das er wohl noch eine wichtige Rolle spielen wird. Dieser Charakter hat sich wirklich langsam in mein Herz geschlichen. Er ist so undurchsichtig wie die Nacht und seine Wortwechsel mit Feyre sind einfach nur zum niederknien. Ich freue mich auf mehr von ihm.

Das Cover ist einfach ein Traum. Es spiegelt perfekt die Geschichte wie-der. Feyre einsam im Winterwald, eingerahmt durch einen Baum im Frühling. Auch der Kontrast von Bogen und Kleid macht das ganze sehr stimmig. Einfach wunderschön.



Fazit:
Trotz langsamem Start, entwickelt sich alles zu einer unglaublich fesseln-den, mitreißenden und fantastischen Geschichte. Die Welt und die Charaktere wurden liebevoll gestaltet, man fühlt sich direkt mit ihnen verbunden und fiebert bis zum Ende mit. Ich kann es kaum erwarten mehr von Feyre und den anderen Faye zu lesen.


Definitiv 5 Sterne von mir!!




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