Rezension: "Der Rat der Neun - Gezeichnet"

Buch:

Titel: Der Rat der Neun - Gezeichnet
Autorin: Veroncia Roth
Verlag: cbt
Erschienen: 17.01.2017
Seitenzahl: 600
Preis: 19,99 Euro
Reihe: 1. Band


Inhalt:
In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe … Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt. Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …



Meinung:
Nachdem ich ja ein großer Fan der Divergent Bücher war, freute ich mich riesig endlich wieder ein Buch von Veronica Roth zu lesen.

Das Cover ist sehr schlicht aber dennoch ansprechend. Leider muss ich sagen, dass die Änderung des deutschen Titels nicht so toll gewählt war, da der sogenannte „Rat der Neun“ noch keinen großen Teil der Geschichte einnimmt. Er wird lediglich erwähnt. Den englischen Titel „Carve the Mark“ fand ich sehr viel besser und passender. Da sich eigentlich alles um Narben, Trauer und Schmerz dreht und es somit viel mehr verdeutlicht, was Inhalt der Geschichte ist.

Die Geschichte ist wirklich mal ganz anders. Sowas habe ich noch überhaupt nicht gelesen und wüsste gerade auch nichts, dass in diese Richtung geht. Es dreht sich hier um 9 Planeten, wo jeder seine eigene Kultur und Lebensweise hat. Aber jeder Bewohner besitzt eine sogenannte Lebensgabe, also eine besondere Fähigkeit. Manche sind sogar mit einem Schicksal gesegnet, was sie zu ganz besonderen Menschen macht.

Es ist wirklich eine schöne Idee. Jeder Planet, jedes Volk, hat seine eigene Kultur, jedoch verehren Sie alle den sogenannten „Strom“ welcher offensichtlich durch diese Galaxie fließt und alles Leben nährt/erschafft.

Das Buch ist aus zwei Sichtweisen beschrieben. Der von Akos und Cyra, welche aus zwei unterschiedlichen Völkern stammen. Cyra ist eine Kriegerin von Geburt an und leidet unter Ihrer Lebensgabe, welche der Schmerz ist. Diesen fühlt sie selbst ständig und kann ihn weitergeben an Andere. Da Ihr Bruder der Herrscher der Shotet, ihres Volkes ist, nutzt er diese sehr oft aus. Cyra ist eine recht tragische Figur wie ich finde, da sie seit ihrer Kindheit jeden Tag mit Schmerz Leben muss und auch davon ausgeht, dass sie nichts anderes verdient hat. Jedoch wächst daraus eine sehr starke Persönlichkeit, welche sich durch nichts unterkriegen lässt. Als sie auf Akos trifft, trägt sie diese Seite auch endlich nach außen.

Akos kommt aus einem anderen Volk, den Thuvesi. Er wird als Teenager entführt als die Shotet sein Haus überfallen. Offensichtlich hat er jedoch ihr Blut in den Adern, da er die Sprache wie seine Muttersprache beherrscht. Zum einen ist Akos sehr zerbrechlich und weich wie es scheint, aber er ist auch ein guter Krieger, der es hasst anderen Leid zuzufügen. Leider wird er dazu ständig gezwungen. Ich bin bei seiner Gabe noch gespannt, ob sich daraus noch mehr entwickelt, denn er ist der Einzige, der alle anderen außer Kraft setzen kann. Dies wird, geh ich davon aus, noch eine wichtige Bedeutung haben.

Ich mag beide Charaktere sehr gerne. Cyra ist eine unheimlich starke Protagonistin, man kann sie mit nichts erschüttern und sie scheint einfach jede noch so verzweifelte Situation zu überleben.

Akos ist ein sehr rechtschaffener Mensch, der einem auf Anhieb einfach super sympathisch ist. Er tut alles für die Menschen die er liebt, sogar das was er am meisten hasst.



Fazit:
Wer mal etwas ganz anderes sucht ist hier genau richtig. Die Story ist wirklich sehr faszinierend und mitreißend, auch wenn der Einstieg leider sehr langsam ist, will man doch wissen wie es weitergeht. Es stehen noch jede Menge Fragen offen und ich bin gespannt was noch kommt, zumal es auch einige böse Cliffhanger am Ende gab.






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