Rezension: "Im leuchtenden Sturm"

Buch:


Titel: Im leuchtenden Sturm
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Harper Collins
Erschienen: 11.09.2017
Seitenzahl: 432
Preis: 16,99 Euro
Reihe: 2. Band (Götterleuchten)

Inhalt:

Die Schlacht gegen die Titanen ist geschlagen! Josie hat ihren Erzfeind Hyperion besiegt, aber der Krieg der Götter ist noch nicht vorbei. Um auf den nächsten Angriff vorbereitet zu sein, braucht Josie dringend Verbündete. Doch bevor sie sich auf die Suche nach den anderen Halbgöttern machen kann, muss sie ihre Kräfte unter Kontrolle bringen – so wie ihre komplizierten Gefühle für Seth. Immer heftiger fühlt sie sich zu ihm hin-gezogen. Das Problem: Ihre Nähe scheint auch die dunkle Seite des attraktiven Kriegers zu verstärken ...


Meinung:

Warum entwickeln sich eigentlich alle Männer in Büchern, welche am An-fang immer die coolen Bad Boys sind, zum überempfindlichen Neandertaler? Es ist jedes Mal das selbe. Sie finden ein Mädchen und dies wird dann hinter Schloss und Riegel gesperrt, was ja schon an Freiheitsberaubung grenzt, da es dort sicherer ist. Das ist rückschrittlich und erbärmlich, ich verstehe nicht warum man die Frauen in Büchern immer so unterdrücken muss. Warum müssen diese immer schwach dargestellt werden, obwohl sie es nicht sind? Versteht mich nicht falsch, ich liebe Seth wirklich, er hatte es nicht leicht und ich liebe seinen Humor, einfach seine ganze Art. Warum musste er zum überempfindlichen Beschützer mutieren, der sein Revier markiert?

Nichts desto trotz, war es wieder ein herausragender Teil. Auch wenn nicht sehr viel passiert außer die übliche Beziehungskrise, so war es doch wieder sehr fesselnd und vor allem unterhaltsam. Wenn Jennifer L. Armentrout eins kann, dann Dialoge. Egal wie wenig die Geschichte voran schreitet, die Protagonisten und Nebencharaktere auf einem Haufen reichen für ein wunderbares Erlebnis aus. Ich musste wirklich sehr oft herzhaft lachen, da es einfach so spaßig war, selbst in den schlimmsten Situationen. Dies liegt aber auch zum Großteil an der großartigen Gestaltung der Charaktere.

Das Buch ist wieder aus zwei Sichtweisen beschrieben. Josie und Seth. Diese ließen sich auch Großteils sehr gut unterscheiden. Seth liebe ich, dazu muss ich nichts mehr sagen, aber ich mag auch Josie sehr. Sie ist so eine quirlige Persönlichkeit, die sich so leicht nichts sagen lässt und wirklich tolle Ratschläge erteilt. Sie wirkt einfach unglaublich erwachsen und besitzt viel Humor. Was mir wiederum gar nicht gefällt ist, dass man ständig lesen muss, wie sehr sie sich über ihr langweiliges und pummeliges Äußeres beklagt. Klar kann nicht jeder wunderschön sein, es muss auch Normalsterbliche Wesen geben, aber warum muss sie sich denn ständig selbst kritisieren? Das finde ich etwas Schade.

Noch ein negativer Punkt. Das Buch ist als Jugendbuch angesiedelt, was mich schwer wundert, denn dafür waren es zu viele Sexszenen. Ich habe ja im Prinzip gar nichts dagegen, aber wenn alle Gespräche und ein Großteil der Zeit sich darum dreht, ist es für mich persönlich zu viel.

Das Ende war einfach nur erschreckend und unerwartet. Ich bin immer noch geschockt und traurig. Aber auf jeden Fall ein gelungener Cliffhanger. Man möchte am liebsten gleich den nächsten Teil zur Hand nehmen.



Fazit:

Ein sehr solider und unterhaltsamer zweiter Teil der Serie. Es bleibt fesselnd bis zum Schluss, auch wenn nicht sehr viel geschieht, dies wird je-doch mit humorvollen Dialogen und einiger Action ausgeglichen. Kleiner Abzug wegen Macho-Gehabe und zu viel körperlicher Ertüchtigung für ein Jugendbuch.




Kleiner Abzug aus den genannten Gründen, ansonsten wirklich toll :)



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