Rezension: "Das Lied der Krähen"

Buch:


Titel: Das Lied der Krähen
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur
Erschienen: 02.10.2017
Seitenzahl: 592
Preis: 16,99 Euro
Reihe: Ja

Inhalt:

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem best-gesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …


Meinung:

Wer braucht schon Helden?
Ich habe lange überlegt dieses Buch zu lesen, da ich die Grischa Trilogie noch nie angerührt hatte, aber das war auch gar nicht notwendig. Man versteht alles wunderbar und die Bücher haben nichts miteinander gemein, bis auf die Welt in der sie spielen.

Die Idee, nicht typische Heldencharaktere zu nehmen, sondern in diesem Fall eher Antihelden, ja sogar Verbrecher, welche indirekt etwas Gutes tun, auch wenn es nur für Geld ist, ist einfach genial.

Es macht so Spaß dieses Buch zu lesen und die verschiedenen Charaktere beim ausreifen ihres Plans zu begleiten. Die humorvollen Unterhaltungen und Diskussionen der Gruppe sind einfach klasse.

Das Buch ist aus mehreren Blickwinkeln geschrieben, genaugenommen sechs. Es bekommt nämlich jeder der Protagonisten seine eigene Geschichte, dadurch bleibt es sehr abwechslungsreich und es ist toll die Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Am Ende fügt sich dann immer jeder Akt zusammen, einfach genial geschrieben.

Unser Hauptprotagonist Kaz hat mich von Anfang an begeistert. Seine Genialität und Abgebrühtheit hat mich gleich fasziniert und ich bin gespannt noch viel mehr von ihm zu lesen.
Die anderen Charaktere fand ich auch alle toll, am besten fand ich noch Inej und Jesper. Letzteren vor allem durch seinen Humor, er kann einfach nichts ernst nehmen. Die Gespräche mit Wylan sind einfach super unterhaltsam und humorvoll.
Und Inej ist trotz ihrer Geschichte eine starke junge Frau geworden, die sich nichts gefallen lässt.
Nina und Matthias konnten mir leider noch nicht so sehr ans Herz wach-sen. Vielleicht auch deshalb, da sie das Buch etwas zu sehr dominiert haben für meinen Geschmack.

Das Ende kam überraschend, obwohl man eigentlich damit rechnen konnte, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Dadurch wurde dem Leser aber nur noch mehr Lust auf Teil zwei gemacht und ich bin gespannt wie es mit diesen Sechs weitergeht.


Fazit:

Oceans Eleven trifft Fantasy. Einfach grandios geschrieben, total ab-wechslungsreich und nie langatmig. Es geht von Anfang an zur Sache und das nicht zimperlich und es bleibt spannend bis zur letzten Seite.



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