Rezension: "Young Elites - Die Herrschaft der weißen Wölfin"

Buch:


Titel: Young Elites – Die Herrschaft der weißen Wölfin
Autorin: Marie Luu
Verlag: Löwe Verlag
Erschienen: 15.01.2017
Seitenzahl: 352
Preis: 18,95 Euro
Reihe: 3. Band (Finale)


Inhalt:

Adelina ist endlich an ihrem Ziel angelangt: Sie sitzt auf dem Thron von Kenettra. Ihre Herrschaft als Weiße Wölfin ist grausam. Erbarmungslos rächt sie sich an ihren Widersachern.

Als jedoch eine Gefahr auftaucht, die das Leben aller Begabten bedroht, ist Adelina gezwungen, mit ihren Feinden zusammenzuarbeiten. Mit der verhassten Gemeinschaft der Dolche macht sie sich auf eine riskante Reise, um sich selbst, ihre Schwester und ihr Königreich zu retten. Doch die widerwillig geschlossene Allianz und Adelinas stetig zunehmende innere Dunkelheit scheinen die Mission zum Scheitern zu bringen …


Meinung:

Meine Motivation dieses Finale zu beginnen war geradezu Null, da ich den zweiten Band regelrecht verabscheut habe. Das Finale war nun etwas besser aber leider auch nicht wirklich gut. Zumindest erfahren wir endlich etwas zu den Hintergründen und dem Ursprung des Blutfiebers und warum alle unter diesen Nebenwirkungen leiden. Leider hätte ich mir hier von Beginn an etwas mehr gewünscht. Zwischen den Kapiteln gab es zwar immer wieder kleine Passagen zu „Volkserzählungen“ oder Geschichten, aber nachdem man die gelesen hatte, waren sie auch genauso schnell wieder aus dem Gedächtnis gelöscht. Man hätte die Legenden der Engel und Götter und allem viel mehr in die Geschichte einbinden müssen, so kam das im dritten Teil einem plötzlichen Schlag gleich. Ich mag es lieber wenn man nach und nach mit Informationen gefüttert und man eigene Spekulationen anstellt. Das erhält die Spannung aufrecht.

Die Charaktere sind zu meinem großen Verdruss leider alle nicht wirklich liebenswert. Ich habe mich zu keinem hingezogen gefühlt und fand auch keinen sonderlich sympathisch. Im Gegenteil.


Vor allem Adelina konnte ich ja bereits im letzten Band schon nicht ausstehen, jedoch wurde dies in diesem Band nochmals gesteigert. Sie ist eine hassenswerte, verdorbene und selbstsüchtige Person. Es kommt mir vor als lesen wir aus der Sicht des Antagonisten. Sie tut genau das was sie all die Jahre erdulden musste anderen an, aber aus Hass entsteht nur noch mehr Hass und sie rechtfertigt alle ihre Taten als etwas Gutes das sie für die Menschen tut. In dem sie eine ganze Bevölkerungsgruppe vor die andere stellt. Nicht alle werden die Malfettos gedemütigt und verabscheut haben und doch bestraft und tyrannisiert sie alle.
Auch erkauft sie sich die Loyalität aller und denkt, dass das doch reichen würde. Aber Vertrauen und Loyalität muss man sich verdienen. Sie ist eine Heuchlerin, und all ihre Unzulänglichkeiten, ihre Fehler, schiebt sie anderen in die Schuhe. Sie ist und bleibt eine hassenswerte Person und hat für mich auch kein Happy End verdient.

Mir bleibt es nach wie vor ein Rätsel wie Magiano es möglich ist sie zu lieben, denn offensichtlich ist er von ganz anderem Gemüt und heißt auch nicht gut was sie tut.

Die anderen Charaktere mag ich leider auch nicht sonderlich, am ehesten sind mir noch Violetta und Raffaele sympathisch aber auch nicht in hohem Maß.


Das Ende war in Ordnung aber leider auch nicht herausragend gut, ich war ehrlich gesagt froh, dass ich diese Reihe hinter mir lassen durfte. Dabei hat sie so stark angefangen, ich fand den ersten Teil sehr faszinierend und spannend mit einer Menge potential. Aber die Charaktere haben sich zu hassenswerten Personen entwickelt und auch die Geschichte konnte mich absolut nicht überzeugen geschweige denn wirklich mitreißen.


Fazit:

Starker Auftakt, der rapide an Fahrt verliert. Ich konnte mich weder mit der Story noch mit den Charakteren anfreunden und es wurde dadurch eher zu Qual als zum Abenteuer.


Auch der letzte Teil konnte mich leider nicht überzeugen und mitreißen!




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