Rezension: "Das Lied der Krähen"

Buch:


Titel: Das Gold der Krähen
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur
Erschienen: 03.09.2018
Seitenzahl: 592
Preis: 16,99 Euro
Reihe: Band 2 (Dilogie)

Inhalt:

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz' Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten.

Meinung:

Die langersehnte Fortsetzung und gleichzeitig das Finale zum Lied der Krähen ist endlich hier. Ein rasantes Abenteuer mit vielen Höhen und Tiefen, jedoch spannend und fesselnd bis zum Schluss.

Wie bereits im ersten Teil gewohnt, wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt. Durch den ständigen Wechsel der Blickwinkel, bleibt es sehr abwechslungsreich und unterhaltsam, wer sich allerdings für einige Charaktere weniger interessiert hat leider Pech gehabt, da muss man durch. Mich persönlich hat es auch etwas gestört, dass Kaz in diesem Teil, sehr sehr wenige Kapitel hatte und Matthias im Vergleich sehr viele und ihn mag ich einfach gar nicht. Das macht es schwierig beim Lesen die Motivation aufrecht zu erhalten, auch wenn sich das meiste in der Gruppe abspielt.

Wir springen in diesem Teil von einem Q in den Nächsten und man hat anfänglich das Gefühl, das die Schwierigkeiten nur noch größer werden und es für unsere Truppe keinen Ausweg aus dem ganzen Schlamassel gibt. 
Man fängt an, an Kaz Fähigkeiten zu zweifeln, welche im ersten Teil ja absolut unerreichbar waren, aber die Ideen gehen ihm einfach nie aus. Er ist und bleibt eindeutig der beste Mann für das Unerwartete. Man versucht sich die ganze Zeit beim Lesen klar zu werden, ob alles was passiert Teil seiner Pläne ist oder nicht und wird am Schluss dennoch wieder überrascht. Und auch wenn die Pläne und Bluffs noch so grausam zu sein scheinen, man ist dennoch voller entzücken über diese Schachzüge. Man muss sich hier auch wieder klar werden, dass diese Charaktere zum Großteil Verbrecher sind, Leute zu betrügen ist ihr täglich Brot, denn im Barrel überleben nur die starken, die Schwachen werden gefressen, wie man an Kaz' Vergangenheit sieht.

In diesem zweiten Teil kommt des Weiteren ein "Heiß-Kalt-Gefühl" auf. Da man manchmal mitten in einer spannenden Szene steckt und plötzlich eine Geschichte aus der Vergangenheit dieser Person liest, das steigert durchweg die Spannung bis ins unermessliche und es war manchmal wirklich nicht mehr auszuhalten. Eine wirklich schlaue Verzögerungstaktik.

Das Ende kam etwas unerwartet und leider muss ich hier auch ein paar Abstriche machen, denn ich bin irgendwie nicht wirklich zufrieden damit. Es gibt für mich noch einige ungeklärte Fragen. Aber wer weiß schon, ob wir unsere Truppe nicht in einem anderen Abenteuer wiederfinden.


Fazit:

Dieses Buch ist wie ein riesiges Puzzle voller Rätsel, die sich nach und nach zusammensetzen zu einem unerwarteten, unglaublich spannenden Abenteuer.





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