Rezension: "Elias & Laia: In den Fängen der Finsternis"

Buch:


Titel: Elias & Laia: In den Fängen der Finsternis
Autorin: Sabaa Tahir
Verlag: ONE
Erschienen: 28.02.2019
Seiten: 528 
Preis: 18,00 Euro
Reihe: Band 3


Inhalt:

Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss, und das ohne Elias. Denn Elias ist nun als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, einer uralten Macht bedingungslos zu dienen - auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt.

Meinung:

So lange habe ich mich nach diesem Buch gesehnt, sogar extra nochmals die ersten beiden Bände durchgelesen vor Anspannung und es hat mich nicht enttäuscht. Es war genauso wunderbar, wie die ersten beiden Bücher und das nächste kann nur genauso werden.

Die Geschichte ist einfach unglaublich mitreißend, spannend, aktionreich, grausam, aber auch gefühlvoll und emotional. Man trifft ständig auf neue Überraschungen und alles passt haargenau ineinander nichts wirkt unsinnig und fehl am Platz, es gibt keine Lücken wo vermeintliche Fragen aufkommen. Alles ist wohldurchdacht bis ins kleinste Detail und in einem herausragenden und wirklich unterhaltsamen Schreibstil verpackt.

Die Charaktere sind jeder für sich unglaublich toll. Jeder auf seine eigene markante Art und Weise. Die größte Entwicklung bisher hat auf jeden Fall Laia durchlebt. Vom kleinen Mäuschen, zur Kammerzofe und schließlich zur Rebellin und Kriegerin. Sie ist so stark geworden, beziehungsweise, hatte diese Stärke schon immer in ihr und hat sie nur nicht herausgelassen. In diesem Teil fand ich ihre Kapitel aber nicht garnz so interessant muss ich leider zugeben.

Elias ist mein unangefochtener Liebling. Ich sehne jedem Kapitel von ihm entgegen und wenn es noch so trostlos zu sein scheint. Er ist so stark und unbeugsam und gefühlt jeder Situation gewachsen, scheint sie auch noch so ausweglos. Er hasst das Unrecht und ist ein guter Mensch, zögert aber auch nicht das notwendige zu tun um die, die er liebt zu retten. Diesen Kontrast finde ich unglaublich interessant und anziehend an ihm. Leider kommt er mir in diesem Buch etwas als Randspieler vor. Er ist sehr oft allein, in seiner neuen Funktion ja auch selbstverständlich, dennoch ist seine Rolle in diesem Teil gefühlt etwas klein geraten.

Die ungeliebte Helena. Viele haben sich über die Kapitel im letzten Buch beschwert welche hinzukamen, zunächst ich auch. Als ich das Buch aber erneut gelesen habe, musste ich feststellen wie wichtig und gut diese eigentlich sind. Und in diesem Band haben sie mich aus den Socken gehauen. Ich bin absolut begeistert und fand diese Kapitel sogar mit die spannendsten, eben weil sie am Brennpunkt der Story spielten. Helena selbst ist mir immer noch nicht die liebste Person, ich mag sie ja, aber ihr Pflichtgefühl geht mir manchmal sehr auf die Nerven. Dennoch mag ich ihre Entwicklung und ihre Stärke und ich bin auch ein sehr großer Fan von Harper geworden. Es wäre nur schön wenn sie nicht ständig nur kalt und abweisend wäre.

In diesem Teil erfahren wir auch weitaus mehr über die Vergangenheit und die Machenschaften des Nachtbringers und ich muss zugeben, dass er mir als Bösewicht bei weitem nicht so unsympathisch ist, wie er sein sollte. Ich kann seinen Schmerz sogar verstehen, aber eine ganze Spezies auslöschen? Die Kommandantin ist da ein ganz anderes Kaliber. Bei ihr frage ich mich immer noch, was genau sie antreibt und wie sie so geworden ist. Aber dieses Geheimnis wird uns wohl bis zum Schluss vorenthalten. 

Zunächst bin ich ja davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt, wurde aber schnell eines besseren beleert und das ist auch gut so. Die Geschichte ist so komplex und vielschichtig, dass das unmöglich in drei Teile zu packen gewesen wäre. Allein in diesem Teil erleben wir so viele Abenteuer gleichzeitig durch den regen Wechsel der Blickwinkel zwischen den drei Protagonisten. Wir erfahren so viel mehr über die Welt, die Djins, die Magie und Kreaturen und das größte Geheimnis von allen, das uns die ganze Zeit vor der Nase hing. Wirklich Applaus dafür Sabbah Tahir, das war unerwartet.

Das Ende ist grandios, anders kann man es nicht sagen. Die Ruhe vor dem Sturm, wobei in diesem Fall eher der Sturm vor dem Sturm. Alles spitzt sich zu und dies kann nur in einer großen Finalen Schlacht enden, in der sich entscheidet ob die Menschen weiterexistieren werden oder nicht. Ich bin schon sehr gespannt.

Fazit:

Ein grandioser Übergang zum noch anstehenden epischen Finale. Die ganze Geschichte ist einfach stimmig, spannend und unterhaltsam. Ein grandioses Buch, das ich nur empfehlen kann.



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