Rezension: "Monsters of Verity - Dieses wilde, wilde Lied"

Buch:


Titel: Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied
Original: This savage Song
Autorin: Victoria Schwab
Verlag: Loewe Verlag
Erschienen: 17.09.2018
Seitenzahl: 432
Preis: 19,95 Euro (Hardcover)
Reihe: Band 1 (Dilogie)


Monster, Monster, klein und groß,
Werden dich packen und lassen nicht los.
Corsai, Corsai, Zähne und Klauen,
Schatten und Knochen verbreiten das Grauen.
Malchai, Malchai, gerissen und schlau,
Lächeln und beißen, ob Mann oder Frau.
Sunai, Sunai, schwarze Augen,
Ihr Lied wird dir die Seele rauben.


Inhalt:

In der geteilten Metropole Verity City herrscht ein erbitterter Kampf ums Überleben. Denn jede neue Gewalttat der Menschen bringt leibhaftige Monster hervor, welche nachts den Bewohnern der Stadt auflauern ... 
In dieser düsteren Welt treffen die Kinder der beiden verfeindeten Herrscher aufeinander: Kate, die den Drang hat, sich endlich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Und August, der jeden Tag damit ringt, seine wahre Identität zu verbergen – denn August ist ein Sunai, eine extrem seltene und sehr gefährliche Art von Monster. Als Kate eines Tages in einen Hinterhalt gerät, müssen die beiden gemeinsam fliehen. Doch wem kannst du noch trauen, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwinden? 


Meinung:

Hinter diesem Buch war ich auch bereits eine geraume Zeit her und war sehr erfreut, als es nun auch auf Deutsch erschien, da ich es mir sonst definitiv früher oder später auf Englisch geholt hätte.

Zunächst einmal muss ich erwähnen wie absolut großartig die Idee dieser Geschichte ist. Eine post apokalyptische Welt, in der jede grausame Tat eine ungeheure Nachwirkung mit sich bringt. Aus jedem Verbrechen entsteht ein Monster und je schlimmer und verabscheuungswürdiger dieses ist, desto bösartiger und mächtiger das Monster.
Es ist wirklich eine interessante Theorie. Was würde passieren wenn wirklich jede Zuwiderhandlung die Geburt etwas neuem bösartigen mit sich bringt. Würden die Menschen aufhören Verbrechen zu begehen? Viele vielleicht, aber gerade in dieser Stadt ist das nicht der Fall. In North City unter der Herrschaft von Harker interessiert es niemanden was man getan hat, dafür lebt man in scheinheiligem Frieden und in South City werden die Verbrecher durch Flynn nach wie vor gejagt, aber geben tut es sie trotzdem. Die Menschen können wohl nicht gegen ihre Natur. Ich habe mir im Verlauf des Lesens immer wieder die Frage gestellt, wo ich es bevorzugen würde zu leben. In einer korrupten Nordstadt, jemanden bezahlen, der genauso grausam ist wie die Monster die er versucht zu beherrschen. Oder in ständiger Angst in der Südstadt mit reinem Gewissen.

Der Einstieg in das Buch verläuft zunächst sehr langsam, man bekommt eine grobe Vorstellung wie es in dieser Welt zu geht und lernt die Charaktere besser kennen. Allerdings ist dies kein Nachteil, denn auch wenn man am Anfang nicht viel zu verstehen glaubt so wird alles nach und nach sehr logisch und kinderleicht erläutert. Es werden sehr schnell alle Unklarheiten ausgeräumt und es wandelt sich zu einem spannenden, verworrenen und erschreckendem Abenteuer. Und ja erschreckend sage ich hier bewusst, denn auch wenn man ein paar wenige Humorvolle Sequenzen erlebt, wie die Anfänge in der sich August und Kate kennenlernen, so ist dieses Buch durchweg keine rosige Liebesgeschichte oder frei von Gewalt, im Gegenteil. Victoria Schwab schickt uns auf eine sehr düstere Reise in die Abgründe der Menschlichkeit, in der man sich fragt ob die Monster wirklich die bösen sind.
Die Charaktere sind beide wirklich wunderbar und faszinierend. Als man zunächst August kennen lernt würde man ihn als liebenswerten Jungen bezeichnen, aber definitiv nicht als Sunai, das schlimmste Monster, dass entstehen kann. Er war mir von Anfang an sympathisch und versucht so absolut gegen seine Natur zu handeln, das er menschlicher ist wie mancher Mensch. Dennoch, auf eine morbide Weise fasziniert mich die Überlebensweise eines Sunai, denn im Prinzip sind sie Sündenfresser und dazu gemacht die Sünde dieser Welt zu vernichten oder?

Kate scheint mir am Anfang eine ziemliche Göre zu sein und ich kann mich nicht so recht entscheiden ob ich sie mag oder nicht. Sie versucht ständig zu beweisen wie knallhart sie ist, dabei ist sie innen drin ein ängstliches und zerbrochenes Mädchen. Dennoch mag ich sie im Laufe der Geschichte immer mehr, denn sie ist eine wirklich starke Persönlichkeit und lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen.

Der Schreibstil von Victoria Schwab ist wirklich klasse. Ich hatte noch kein Buch von ihr gelesen, aber ich bin richtiggehend begeistert. Sie versteht es wirklich unterhaltsam und strukturell vorzugehen und sät zum richtigen Zeitpunkt immer wieder kleinere Spannungspunkte, so bleibt man bis zum Schluss an diesen Seiten kleben. Auch ist die ganze Geschichte in sich sehr schlüssig und zieht keine Fragen nach sich warum etwas so ist, denn alles wird schlüssig aufgeklärt.


Fazit:

Eine faszinierende Idee die Bösartigkeit der Menschheit zu nutzen um draus etwas noch schlimmeres entstehen zu lassen. Sind die Monster wirklich die Monster in diesem Buch? Ein wirklich spannendes, düsteres und unterhaltsames post apokalyptisches Abenteuer, in dem man nur gebannt bis zum Ende verweilen kann.





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